Samstag, 03.03.2007
KSV Klein-Karben - Borussia Fulda 2 - 0
Und schon ist er wieder vorbei: der heiß ersehnte Auftakt nach der Winterpause. Jetzt sind wir klüger: Hätte die Unterbrechung doch nur eine Woche länger gedauert, vielleicht wäre dann alles viel schöner und besser geworden.
Dabei hatte alles doch viel versprechend begonnen: ganze zwei
Autos bekamen wir voll mit Fans trotz der unglücklichen zeitgleichen Terminansetzung
des Eintracht Spiels durch die DFL (in der nächsten Saison muss die Eintracht
entweder absteigen, ach nee, da sind ja dann die Kickers und Wehen; oder besser
länger im UEFA-Cup bleiben, damit die Termine sich nicht mehr überschneiden!).
Ein neues Auto für künftige Auswärtsfahrten wurde eingeweiht
(sehr komfortabel und schick) und eine neue Kombination der Auswärtsfahrer
in einem Wagen (sehr lustig).
Ein wenig hatten wir uns vergooglelt (sprich: verguugelt), denn die Strecke
bis ins ferne kleine Karben, die dieser Anbieter ausspuckte war nicht gerade
die glücklichste. Und, wie sich später herausstellen sollte, auch
nicht die wirtschaftlichste, was in diesen klimatisch schwierigen Zeiten einfach
verantwortungslos ist!
Jedenfalls sahen wir viel von der Landschaft unseres wunderschönen Hessenlandes,
erreichten aber dennoch überpünktlich den Klein-Karbener Sportplatz.
Und das obwohl unser Fahrer die letzte Anweisung des Plans: „An der Treppe
links“ missachtete und der Beschilderung folgte.
Angekommen machte sich Unmut breit, denn an den Kunstrasenplatz hatte niemand gute Erinnerungen. Bezeichnend, dass der eigentlich reguläre Platz, der übrigens so schlecht mal wieder nicht aussah, anscheinend gar nicht mehr gemäht wird (warum auch?). Aber dass der HFV sich über Kunstrasenplätze in der Oberliga Gedanken machen sollte, wurde glaube ich schon mehrfach umsonst angeregt. Was diesem ersten Unmut folgen sollte, war genau das, was wir erwartet hatten.
Ach, dass neben dem Regen noch etwa Windstärke 10 herrschte
habe ich noch nicht erwähnt. Mal ehrlich, reguläre Verhältnisse
sind was anderes. Die Niederlage haben wir uns angesichts des verschossenen
Elfmeters in der ersten Halbzeit dennoch selbst zuzuschreiben.
Keiner, der das Spiel vor Ort gesehen hat, wird dem Team einen wirklichen Vorwurf
machen, der Platz war glatt, der Ball versprang in aberwitzige Richtungen und
einmal in der Luft, war nicht mehr zu berechnen, wann er wo die Erde erreichte,
weil der Wind ihn vor sich her trieb. Umso ärgerlicher, einen halbwegs
geschenkten Elfmeter zu verschießen. Die komplette erste Halbzeit ging
insgesamtein wenig an den Borussen vorbei.
Den Seitenwechsel empfanden die Karbener Zuschauer (von denen etwa 90% Vereinsjacken trugen, von daher geschätzte 40 zahlende Zuschauer) als unfair, weil ihr Team ja jetzt „gegen den Wind“ spielen müsse.
Die zweite Halbzeit der Borussen war ein wenig besser, zumindest erschienen
sie öfter vor dem Tor und Pech kam natürlich auch noch hinzu, denn
ins Tor wollte kein Ball gehen. Der zweite Treffer war nur noch Ergebniskosmetik.
Enttäuscht und durchgefroren machten wir uns also wieder
auf den Heimweg. Für den Rückweg wollten wir erst alle Angaben des
Routenplaners umdrehen („An der Treppe rechts“), unser Fahrer entschied
sich aber, der männlichen Intuition und dem angeborenen räumlichen
Denken zu vertrauen und nach Gefühl zu fahren.
Wir kamen auch schneller auf die Autobahn als auf dem Hinweg! Und erfuhren zudem,
dass die Ortschaften dort als eine Art Labyrinth aufgebaut sind, denn in alle
Richtungen ging es überall hin, so dass es eigentlich egal war, ob wir
links oder rechts fuhren. Jetzt hätten wir uns doch Unterstützung
von Google Earth gewünscht!
Panisch wurde im Radio zudem noch die Bundesliga Schlusskonferenz gesucht. Eine
uralte Regel bewahrheitete sich einmal mehr, denn die bevorzugten Bundesligavereine
der Autoinsassen gewannen alle.
Was bleibt ist die Hoffnung, dass es nächste Woche in der Johannisau eigentlich nur besser werden kann.