Freitag, 29.09.2006

Eintracht Frankfurt U23 - Borussia Fulda 2- 0


Endlich mal wieder Riederwald. So lange haben wir nicht mehr hier gespielt, dass die Erinnerungen ein wenig verschwommen sind und man fast vergessen hatte, dass vor den Toiletten Gittertüren sind. Schade eigentlich, wie verfallen sich das Sportgelände dort präsentiert. Aber vielleicht macht das auch das besondere Flair aus.

Clever, das ist die Beschreibung, die am besten auf die kleinen Adler passt. Äußerst clever wie der Quasi-Profi Stroh-Engel einen zumindest umstrittenen Elfmeter gegen Tommy Röher rausholte und diesen auch souverän verwandelte. Dass man bereits nach 7 Minuten einem Rückstand hinterherlaufen musste, beeinflusste das Spiel Borussias nicht positiv. Die Mannschaft zeigte sich recht verunsichert und man hatte mehrmals Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten.
Sie traten einfach clever auf und spielten teilweise auf hohem Niveau. Im Abschluss hatten die Gastgeber hingegen auch größere Probleme. So dass es zur Pause der einer verdienten Führung blieb.

Äußerst seltsam war die Beleuchtung, denn das so genannte Flutlicht sorgte nicht etwa für gleißendes Licht auf dem Platz, sondern für eine unregelmäßige Erhellung des Spielfeldes mit hellen Stellen und dunklen Ecken. Regulär ist was anderes.

Nach dem Seitenwechsel war in den Borussen der Wille erwacht, hier doch etwas mitzunehmen. So drängte das Team immer mehr auf den Ausgleich und erspielte sich gute Chancen. Einmal mehr zeigte sich die eklatante Sturmschwäche, die vorherrscht, wenn Djappa einmal keinen überragenden Tag hat. Grbavac und El Hajali vermochten die gesamten letzten Spiele nicht zu überzeugen und auch Eric Franc zeigte am Freitag nicht seine beste Leistung, wurde aber auch nach einer guten halben Stunde bereits angeschlagen ausgewechselt.
Borussia lief also viel und arbeitete gut und dann machten die cleveren Frankfurter das 2 - 0.

Das wars dann leider gewesen, denn zwingende Chancen gab es leider nicht mehr wirklich.
Aber es ist okay, in Frankfurt zu verlieren, dass nicht für immer alle Spiele gewonnen werden, ist auch klar. Ziel ist noch immer zuerst der Klassenerhalt, alles andere ist eine schöne Zugabe, aber nicht zu erwarten.

Sehr negativ fielen nach dem Spiel die Bedienungen im Biergarten im Riederwald auf, als sie sich weigerten, an äußerst sympathisch auftretende Borussenfans Schnaps zu verkaufen.