Samstag, 19.11.2005
SC Borussia Fulda -RSV Petersberg 1:0
So wie das Ergebnis klingt, verlief das Spiel auch: verdammt knapp.
Schon wieder hat man sich ein wenig durchgemogelt, zwar war Borussia irgendwie am Ende doch die etwas bessere Mannschaft, aber eben nur im Verhältnis eins zu null.
Beruhigend zunächst, dass in den ersten paar Minuten keine
Tore fielen, denn wir hatten ja gelernt, dass ein allzu frühes Tor dem
Spiel nicht unbedingt gut tun muss. Dieser Kelch war also schon mal an uns vorüber
gegangen.
Etwas später hätten wir aber gerne einige Tore gesehen, das scheiterte
an mehreren Faktoren:
1. an dem echt guten Torwart der Petersberger, der immer zu
Stelle war und unsere Stürmer recht alt aussehen ließ.
2. an unseren Stürmern, denn einmal mehr gab es nur einen. Olivier Djappa
hatte am Samstag nicht seinen besten Tag. Er scheiterte nicht nur am Torwart,
sondern auch an seiner fehlenden Kaltschnäuzigkeit, gerade daran, weshalb
er doch geholt worden war. Seine Stärke war es doch immer gewesen, auch
aus nur halben Chancen Tore zu machen. Das ging ihm völlig ab. Natürlich
waren immer mehrere Abwehrspieler zu Sonderbewachung um ihn herum, aber das
ist nun immer so. Clever einzig wie er den Elfmeter, die letztlich spielentscheidende
Situation, herausholte. Hingegen total unclever, wie er sich in einer Szene
richtig gut freigelaufen hatte und dann plötzlich aufhörte weiter
zu spielen, als sei abgepfiffen, so dass alle Gegenspieler aufrücken konnten
und diese Chance auch vergeben war.
3. am fehlenden offensiven Mittelfeld. Djappa war immer alleine. Es kommen einfach
zu wenige gute Vorlagen, auf die ein Stürmer nun einmal angewiesen ist.
Hinter ihm klaffte aber immer eine Lücke, die Ordnung im Spiel schien ein
wenig zu fehlen.
Tja, dass wir am Ende doch gewonnen haben, ist (schon wieder) der Verdienst der guten Einstellung der Mannschaft. Aber am kämpferischen ist es noch nie gescheitert in dieser Saison.
Borussia macht trotz aller Missstände Spaß. Dieses Team, mit so vielen jungen Spielern ist noch immer Tabellenführer. Man muss sich vor Augen führen, was zum Beispiel Hünfeld für ein Mannschaft hat, mit Martin Hohmann als Trainer und gestandenen Spielern wie Fladung oder Bunzenthal. Und die lassen wir hinter uns.
Das müssen
wir anerkennen. Herbstmeister sind wir schon längst und es besteht sogar
die Möglichkeit, dass die Borussen als Tabellenführer in die Winterpause
gehen.
Das verdient allen Respekt.