Samstag, 01.04.2006

Borussia Fulda – FSC Lohfelden 1:0

Leider verloren sich zu wenig Zuschauer in der Johannisau. Die, die nicht gekommen waren, verpassten einiges.

Das Spitzenspiel der Landesliga hätte spannender nicht sein können. Es war einerseits hochklassig, da zu Abwechslung mal zwei Mannschaften aufeinander trafen, die beide spielen wollten und das auch konnten. Andererseits war auch die Brisanz im Kampf um die Tabellenführung deutlich zu spüren, da jeweils ein Spieler auf jeder Seite innerhalb der ersten Viertelstunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Borussia sollte Eric Franc als Anspielstation im Sturm noch schmerzlich missen.

Es lief zunächst noch nach Plan, Djappa erzielte technisch sehenswert souverän den Führungstreffer nach 23 Minuten. Lohfelden steckte danach nicht auf, sondern drängte auf den Ausgleich. Ebenso hätte Borussia die Führung auch ausbauen können, dies scheiterte zumeist an der Behäbigkeit, die die Mannschaft an den Tag legte, wenn von Abwehr auf Angriff umgestellt werden musste. Schnelle Konter waren daher leider nicht drin.

Nach dem Seitenwechsel nahmen zunächst die Gäste das Spiel in die Hand, einige gute Chancen reihten sich aneinander. Nicht alle fair erspielt, denn die Lohfeldener fielen recht schnell und dramatisch und verteilten gerne ungesehen vom Schiri kleine Nickligkeiten.
Der Ausgleich lag also in der Luft, doch mit der übrigens unglaublich langsam voranschreitenden Spielzeit konnte sich Borussia ein wenig lösen und tauchte auch noch ab und zu vor dem Tor der Nordhessen auf. Da dauerte alles dann aber leider wieder ein wenig zu lange und man hatte das Gefühl, einige Spieler trauten sich nicht recht einfach mal draufzuhalten, was sich die Fans jedoch gewünscht hätten.

In den letzten Minuten des Spiels, die der Schiri aus unverständlichen Gründen immer weiter ausdehnte, nahm der Herzschlag der Zuschauer extrem zu. Die Spannung wurde immer greifbarer, die Schiedsrichterentscheidungen immer unerklärlicher und der Puls immer schneller.
Lange hatte man im Stadion nicht mehr dieses Gefühl, das Fußball einem geben kann. Man schwebt zwischen grenzenlosem Jubel und tiefgreifender Enttäuschung. Der Ausgleich hätte alles zerstört, aber die Mannschaft hat bis zum Umfallen gekämpft. Und es wurde belohnt.

Borussia hat diese starke Mannschaft besiegt und der Jubel war grenzenlos. Die junge Mannschaft beweist in jedem Spiel aufs Neue, dass sie zu Recht da steht, wo sie steht. Zeit, dass die Region ihr endlich Respekt zollt.