Freitag, 06.09.2002

FV Bad Vilbel - Borussia Fulda 2:0

Nach dem letztwöchigen extrem kurzen Zwischenhoch ist Borussia Fulda nun wieder -recht unsanft- auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Der Verein hat weiterhin ein Sturmproblem, auch wenn ein Stürmer gegen Erzhausen getroffen hatte.

Das Spiel begann langweilig, es mangelte an echten Torraumszenen auf beiden Seiten. Borussia spielte zwar recht attraktiven Fußball mit teilweise gut durchdachten Spielzügen und technischen Spielereien, jedoch kann man damit, bekannterweise übrigens, keinen Punkt gewinnen, so man kein Tor erzielt.
Erreichte einmal ein Borusse den gegnerischen Strafraum, hatte der Zuschauer leider höchst selten das Gefühl, dass nun wirklich ein Tor fallen könnte. Auch die Standartsituationen brachten keinerlei Gefahr für den Schlussmann der Gastgeber, der vielleicht zweimal wirklich klären musste.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt -dachten wir uns- und hofften daher statt auf ein Tor vielleicht auf eine dumme Aktion der Vilbeler, so dass Borussia vielleicht irgendwie doch einen halbwegs berechtigten und dringend benötigten Elfmeter zugesprochen bekommen könnte…?!?
Als nichts dergleichen passierte, wurde das 0-0 immer bedrohlicher. Es ist ja nun schon allgemein bekannt, dass die Gegner unserer Borussen nur eine echte Chance benötigen, um einen Treffer zu erzielen. Weitaus bekannter und fast sprichwörtlich ist dazu die Unfähigkeit der Mannschaft, nach einem Rückstand die Ordnung im Spielaufbau zu erhalten und weiterhin guten Fußball -zumindest bis vor des Gegners Tor- zu spielen.
So kam es, wie es kommen musste, Borussia geriet nach einer erschreckend schwachen bis nicht vorhandenen Abwehrleistung in Rückstand und das Team hatte den Vilbelern danach nichts, aber auch gar nichts mehr entgegenzusetzen. Plan- und sinnloses Vorgehen und dazwischen doch einige couragierte Einzelaktionen (Wischermann), bei denen jedoch niemand mitzog, prägten das Bild ab Minute 60.
Borussia Fulda war geschlagen. Der zweite Treffer war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Aus einer eher schwachen Mannschaftsleistung ragten Andreas Wischermann, der gerade nach dem Rückstand mutig den Ball an sich nahm und es einfach mal versuchte, und Christopher Krause, der in der Abwehr eine gute Leistung zeigte und dessen Einschaltung in die Offensive durchaus spielbelebend wirkte, heraus.

Es bleibt zu sagen, dass es so einfach nicht weitergehen kann. Auch Borussia kann absteigen, vielleicht ist das einigen (noch) nicht bewusst, aber es ist bittere Wahrheit. Und nächste Woche ist mit dem VfB Marburg auch wieder eine echte Oberliga-Spitzenmannschaft zu Gast in der Johannisau.


Für Borussia spielten:
Mirko Brill, Adam Veapi, Markus Bloß, Christopher Krause, Dominik Weber, Andreas Wischermann, Francisco Martinez, Jens Poppowitsch (46. Markus Unger), Ljubio Miloloza (60. Alexej Uvarov), Lars Hohmann (75. Christian Winter), Christian Frick