Donnerstag, 15.08.2002
Borussia Fulda - 1. FC Eschborn 1:1
Langsam gehen mir
die Formulierungen aus, denn eigentlich sind alle bisherigen Saisonspiele gleich
abgelaufen und haben ein zumindest ähnliches Ende genommen.
Borussia Fulda kann einfach keine Tore erzielen!
Überraschend
schwach zeigten sich die Eschborner, die doch in ihren bisherigen Partien so
überzeugend aufgespielt hatten. Man vermisste von Anfang an spielerische
Impulse und den letzten Einsatzwillen. So war es an den Gastgebern, das Spiel
zu machen und das tat man auch von den ersten Minuten an schwungvoll. Der Ball
lief gut durch die eigenen Reihen und man hatte sowohl in Halbzeit 1 als auch
im zweiten Durchgang viele Möglichkeiten Tore zu erzielen. Dass dies nicht
gelang ist definitiv der einzige Schwachpunkt des gut eingestellten Borussenteams.
Umso bitterer und enttäuschender ist einmal mehr die Ausbeute aus einem
überzeugenden Spiel. Man hätte den bisher ungeschlagenen FC Eschborn
besiegen können, mit einigen Toren Vorsprung sogar, wenn nur ein einziger
Spieler den nötigen Mut besäße, einfach mal selbst den Torschuss
zu wagen. Denn bis zum Strafraum laufen die Spielzüge einwandfrei, den
Abschluss überlässt man doch ganz gerne den anderen. Keiner möchte
Verantwortung vor des Gegners Tor übernehmen, so dass der Ball so lange
abgespielt und weitergegeben wird, bis er zwangsläufig verloren gehen muss.
Bezeichnend ist daher die Tatsache, dass der einzige Fuldaer Treffer des Spiels
ein vom eigentlichen Abwehrchef Andreas Wischermann erzielter Elfmeter sein
muss. Hätte man den durchaus berechtigten Strafstoß in der 78. Minute
nicht zugesprochen bekommen, wäre die Partie sicherlich verloren gegangen.
Unverdient und aus völlig heiterem Himmel war übrigens die Führung
der Gäste gefallen, denn Eschborn benötigte bewundernswerterweise
durchaus nur eine einzige Chance um das Fuldaer Tor zu treffen.
Erwähnenswert
auch noch die gar nicht allzu schwache Zuschauerkulisse, die an einem Donnerstagabend
trotz des attraktiven Gegners nicht zu erwarten gewesen war.
Zu sagen bleibt nur, dass die Probleme im Sturm langsam richtig ernst werden,
denn die ersten Fans rechnen bereits, ob man mit 33 Unentschieden und einer
verlorenen Partie absteigt oder die Klasse halten kann.
Spannend wird das Aufeinandertreffen mit Hessen Kassel am Dienstag, die weitaus besser gestartet sind als die mit einem Spiel mehr auf Rang 12 liegenden Borussen.(kl)
Für Borussia
spielten:
Mirko Brill, Dennis Leinweber, Alexej Uvarov (82. Lars Hohmann), Dominik Weber
(72. Johannes Richter), Adam Veapi, Francisco Martinez, Andreas Wischermann,
Markus Unger, Jens Poppowitsch, Ljubio Miloloza (76. Christian Winter), Christian
Frick